03.12.2002
(Zentrum für Türkeistudien an der Universität Essen) [vgl. Vortragsfolien]
| seit zehn Jahren werden Muslime und muslimischer Lebensalltag (Moscheen, Strukturen) sichtbarer, stellen Muslime Forderungen und gibt es verstärkt gesellschaftspolitische Debatten (Kopftuch, Schächten) | ||
| Entwicklungen in einem islamischen Land werden auf Muslime in Deutschland projiziert (früher Iran, heute Afghanistan und Algerien) | ||
| im säkularen Rechtsstaat ist die Anziehungskraft einer Religion auf die Massen unverständlich |
| Rolle des Propheten, Fehlen einer kirchlichen Struktur | ||
| die jeweilige Praxis entspricht nicht unbedingt den geistlichen Quellen |
| die Zahl der Ausformungen religiöser Orientierung entspricht der Zahl der Muslime; auch die individuelle Religiosität ist sehr unterschiedlich; Schwerpunkt türkisch geprägter Islam (Zahlen s. Folie) | ||
| Verschränkung von kulturellen und religiösen Einflüssen; kulturelle Einflüsse gerade auch wegen einer fehlenden kirchlichen Autorität von gehobener Bedeutung |
| Islamrat und Zentralrat der Muslime in Deutschland haben keine alltagspraktische Relevanz für die Muslime in Deutschland, dementsprechend vertreten die beiden Organisationen keine größere Gruppe innerhalb der muslimischen Community , sie entsprechen vielmehr den Anforderungen der Mehrheitsgesellschaft nach Strukturen | ||
| 2.200 Moscheevereine in Deutschland, davon 800 der DITIB | ||
| Wunsch an Muslime, kirchliche Strukturen herauszubilden; Ablehnung, da es keine Islam-immanente Legitimation dafür gibt |
| bei der Suche nach AnsprechpartnerInnen für den Dialog sind die einzelnen Personen, nicht die Organisationen entscheidend; in die Beziehungen muss Energie investiert werden | ||
| das Interesse von Muslimen am Dialog ist sehr gering (schichtenspezifische Differenzierung), Arbeit und Familie, das Überleben als Minderheit sind die primär relevanten Themen | ||
| auch der innerislamische Dialog gestaltet sich teilweise schwierig |
[vgl. http://www.uni-essen.de/zft/; oder Sen / Ulusoy /Öz: Die Europatürken.
Wirtschaftskraft der türkischen Erwerbstätigen in Europa, Cumhuriyet Kitaplari, Istanbul 1999.]
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| Gefördert im Rahmen des Aktionsprogramms "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" |
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© DeKuRel 2003 |
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